Interview mit Praxismanagerin Carina Titgens

Mit 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, zwei Standorten und über 20.000 zufriedenen Patientinnen und Patienten gehört unser MVZ Dr. Moroni zu den größten Zahnarztpraxen in Bonn. Das bedeutet für uns viel Organisation und vor allem viel Verantwortung – und einen großen Teil dieser Arbeit koordiniert unsere Praxismanagerin Carina Titgens. Im Interview mit ihr möchten wir Ihnen heute einen Einblick “hinter die Kulissen” gewähren, Sie im Praxis-Alltag mitnehmen und Ihnen zeigen, welche Arbeit nötig ist, um die erstklassige zahnmedizinische Versorgung zu bieten, die unser Anspruch ist. Freuen Sie sich, unser MVZ von der persönlichen Seite kennenzulernen.

Frau Titgens, Ihr Tag beginnt. Kaffee oder Tee-Trinker?

Weder noch! Mit Kaffee kann man mich jagen. Ich bin stattdessen Kakao-Trinker. Ich weiß – im medizinischen Bereich ist das eher unüblich.

Das ist tatsächlich ziemlich selten. Wenn der Kakao getrunken ist – welche Aufgaben stehen zuerst an?

Das kann man so allgemein gar nicht sagen. Jeder Tag ist anders. Heute begann er zum Beispiel mit einer Krankmeldung. Das bedeutet für mich, den Schichtplan zu ändern beziehungsweise dies zu veranlassen, Ersatz für die Kollegin oder den Kollegen zu finden, Aufgaben umzuorganisieren und zu schauen, dass trotzdem alles glatt läuft und unsere Patientinnen und Patienten nicht warten müssen.

Wie geht Ihr Tag weiter? Wir wissen, in unserem MVZ gibt es fast nichts, dass nicht über Ihren Tisch geht. Aber was macht Ihre Arbeit genau aus?

Kurz gesagt: Genau das.
Egal ob im zahnmedizinischen Bereich, beim Personal oder auch im Marketing – in meiner Funktion bin ich den Teamleiterinnen und Teamleitern übergeordnet und koordiniere und unterstütze eigentlich überall – außer vielleicht beim Thema Zahlen. Aber auch hier bin ich beispielsweise im Abrechnungswesen stark involviert.
Zudem halte ich interne Schulungen zu verschiedenen Schwerpunktthemen ab. Heute leite ich beispielsweise eine Weiterbildung mit dem Titel “Behandlung von Angstpatienten” – ein sehr wichtiges Thema in der zahnmedizinischen Versorgung unserer Patientinnen und Patienten.

Und dann?

Dann werde ich mich eventuell mit unserem Agenturpartner, der Onelio Werbeagentur, zu verschiedenen Marketingmaßnahmen austauschen und die eingegangenen Bewerbungen sichten. Danach kümmere ich mich vielleicht um die Urlaubsplanung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder stimme mich intern zu Praxiseinkäufen wie Schutzkleidung und weiteren medizinischen Produkten ab. Ein MVZ bedeutet sehr viel Planungsarbeit und Koordination. Während jeder im Team meist feste Aufgaben und Strukturen hat, ist meine Aufgabe vor allem eins: Überblick über das Gesamte zu behalten, vorauszuschauen und dort zu koordinieren und zu vermitteln, wo es vielleicht mal hakt.

Das ist ganz schön viel. Kommt da gar kein Stress auf?

Also, natürlich kommt in meiner Position manchmal sehr viel zusammen. Aber genau diese Abwechslung und die täglichen Herausforderungen machen meine Tätigkeit interessant und spannend. So wie meine Arbeit ist, macht sie mir einfach sehr viel Spaß. Ich brauche genau diese Action – nur dann bin ich zufrieden.

Gutes Stichwort: Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit besonders – auch an Ihrem Arbeitgeber?

Das Team, den Rückhalt, die Vielseitigkeit, die Wertschätzung und ganz besonders, dass man sich hier in jeder Position auf Augenhöhe begegnet.
Wir lachen sehr viel zusammen, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind per Du und gleichzeitig geht die Ernsthaftigkeit für unsere Arbeit nie verloren. Und genau diese Einstellung und das Miteinander sind mir und uns allen im Team sehr wichtig.

Und was ist Ihnen an Ihrer eigenen Arbeit wichtig – Ihr Anspruch an sich selbst?

Ich möchte die bestmögliche Arbeit für einen reibungslosen Ablauf und eine konstruktive Zusammenarbeit leisten. Es ist mir ein großes Anliegen, dass sich nicht nur unsere Patientinnen und Patienten wohlfühlen, sondern auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jeder ist ein wichtiger Teil unseres Teams und genau dieses Bewusstsein möchte ich unter den Kolleginnen und Kollegen stärken. Niemand soll jemals zu einer Nummer werden. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter sollen gehört werden. Das ist mir ausgesprochen wichtig.

Wie sind Sie dahin gekommen, wo Sie heute stehen?

Das ist einfach irgendwie passiert.
Meine Mutter hat im Praxismanagement gearbeitet. Ich wusste erst nicht, was ich machen möchte. Dann habe ich statt in die Allgemeinmedizin in die Zahnmedizin hereingeschnuppert und direkt gemerkt, das ist mein Ding.
Ich habe alles von der Pike auf gelernt. Zuerst habe ich meine Ausbildung zur ZFA als Jahrgangsbeste abgeschlossen, wurde anschließend vom Management angelernt und plötzlich war ich selbst Praxismanagerin, nachdem meine Kollegin nach dem Herbsturlaub nicht mehr in die Zahnarztpraxis zurückgekehrt ist. Damals noch in einer sehr kleinen Praxis, wo man wirklich in alle Bereiche eingebunden gewesen ist.
Vor mehr als zwei Jahren kam dann der Wechsel zu Dr. Moroni. Eine Entscheidung, über die ich sehr glücklich bin.

Zum Abschluss: Ihr Arbeitstag ist vorbei. Wie entspannen Sie sich, was machen Sie in Ihrer Freizeit gerne?

In meiner Freizeit liebe ich es, mit meiner Kamera unterwegs zu sein und nach interessanten Fotomotiven zu suchen oder beim Kochen neue Gerichte auszuprobieren. Und nach einem besonders abwechslungsreichen Tag entspanne ich mich auch gerne nach Feierabend zusammen mit meinem Mann bei einem guten Film auf dem Sofa.

Danke Frau Titgens!

Sehr gerne!