Narkose durch Anästhesisten
Bevor eine zahnärztliche Behandlung unter Narkose in Betracht gezogen wird, verschafft sich Ihr:e Zahnärzt:in einen genauen Überblick über Ihren Gesundheitszustand. Und auch Sie werden im Hinblick auf mögliche Risiken detailliert aufgeklärt. Dazu erhalten Sie nach dem ersten Beratungstermin zusätzlich einen ausführlichen Aufklärungsbogen, damit Sie sich im Nachgang noch einmal in Ruhe mit dem Thema auseinandersetzen können.
Von Beginn an sind unsere Zahnärzte vertrauensvolle Ansprechpartner. Entscheiden Sie sich dann für einen zahnärztlichen Eingriff unter Vollnarkose, wird Ihnen die Narkose von unseren geschulten Anästhesist:innen verabreicht.
Durch die Anästhesie werden Sie in einen schlafähnlichen Zustand versetzt, sodass Sie während der gesamten Behandlungsdauer nicht bei Bewusstsein sind. Somit ist die Behandlung für Sie vollkommen angstfrei.
Persönliche Beratung
In unserer Zahnarztpraxis setzen wir auf den direkten Kontakt zu unseren Patienten. Im persönlichen Beratungstermin klären unsere Zahnärzt:innen mit Ihnen, ob die Intubationsnarkose auch in Ihrem Fall eine sinnvolle Behandlungsvariante ist. Durch den Austausch wollen wir mögliche Komplikationen von vornherein ausschließen. Anhand der intensiven Beratung können wir dann einen spezifischen Behandlungsplan erstellen, der Ihren Gesundheitszustand mit einbezieht.
Schritt für Schritt
Ablauf einer Intubationsnarkose
Schritt 1
Erstes Fachgespräch
Vor jeder Intubationsnarkose wird Ihr Gesundheitszustand sowie die Verträglichkeit von Medikamenten geprüft. Zudem werden Ihnen die Risiken der ITN erläutert.
Schritt 2
Vorbereitung
Vor der Behandlung müssen Sie ab dem Vorabend auf Essen und Trinken verzichten, damit Ihr Körper die Intubationsnarkose besonders gut verträgt.
Schritt 3
Anästhesie
Es geht los: Ihr:e Anästhesist:in injiziert Ihnen das Narkosemedikament. Erst nach Kontrolle Ihrer Bewusstlosigkeit und der Atemwege wird Ihnen der Beatmungsschlauch (Intubation) eingesetzt.
Schritt 4
Behandlung
Während der Behandlung bleiben Sie die ganze Zeit unter Beobachtung: Atmung, Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Körpertemperatur werden kontrolliert.
Schritt 5
Aufwachphase
Sie haben es geschafft: Der Beatmungsschlauch wird entfernt. Sie bleiben noch weiter unter Beobachtung. Bei Bedarf werden Ihnen noch Medikamente gegen potenzielle Schmerzen verabreicht.
Vollnarkose (Intubationsnarkose)
Was ist eine Vollnarkose?
Bei einer Vollnarkose wird der Patient in einen tiefen, künstlichen Schlaf versetzt. Dabei sind sowohl das Bewusstsein als auch das Schmerzempfinden vollständig ausgeschaltet. Um die Atmung während des Eingriffs sicherzustellen, wird ein kleiner Beatmungsschlauch in die Nase eingeführt (Intubation), über den der Patient künstlich beatmet wird. Unsere speziell ausgebildeten Anästhesisten kontrollieren und überwachen durchgängig alle lebenswichtigen Funktionen während der gesamten Narkose. Durch eine leichte zusätzliche Betäubung, können wir ihr Schmerzempfinden deutlich reduzieren.
Wann wird sie eingesetzt?
Eine Vollnarkose ist immer dann erforderlich, wenn ein Eingriff umfangreicher ist, lange dauert oder körperlich anstrengend wäre. Sie wird vor allem bei Operationen durchgeführt, bei denen absolute Bewegungslosigkeit, tiefe Entspannung und eine kontrollierte Beatmung notwendig sind – beispielsweise bei der Entfernung mehrere Weisheitszähne, für die Behandlung bei Angstpatienten oder Implantat-OPs.
Dämmerschlaf (Analgo-Sedierung)
Was ist der Dämmerschlaf?
Der Dämmerschlaf ist eine schonende Form der Sedierung, bei der der Patient in einen entspannten, schläfrigen Zustand versetzt wird. Das Bewusstsein ist dabei deutlich reduziert, aber nicht vollständig ausgeschaltet. Schmerzempfinden und Angst werden durch gezielte Medikamentengabe unterdrückt. Der Patient atmet selbstständig und bleibt meist leicht ansprechbar. Die Behandlung wird durch unsere Patienten als angenehm empfunden.
Warum wir keinen Dämmerschlag anbieten
Der sogenannte Dämmerschlaf ist eine Form der Sedierung, bei der Patienten in einen entspannten, schläfrigen Zustand versetzt werden. Das Bewusstsein wird dabei deutlich reduziert, aber nicht vollständig ausgeschaltet. Schmerzempfinden und Angst können durch Medikamente unterdrückt werden, die Atmung erfolgt selbstständig und der Patient bleibt meist ansprechbar.
Ein Überblick:
- Sicherheitsaspekt: Da der Patient noch teilweise bei Bewusstsein ist, kann es trotz Sedierung zu Bewegungen, unwillkürlichen Reaktionen oder Restempfindungen kommen – gerade bei komplexeren oder längeren Eingriffen ist das ein Risiko.
- Medizinische Verantwortung: Der Dämmerschlaf erfordert spezielle Überwachungstechnik und eine kontinuierliche Sedierungsführung durch geschultes Personal. Ohne vollständige Narkoseabsicherung ist das Risiko für Atemprobleme oder Kreislaufreaktionen höher.
- Planungssicherheit: Bei Angstpatienten oder empfindlichen Personen ist nicht immer vorhersehbar, ob die Sedierung ausreicht – eine Umstellung auf Vollnarkose während des Eingriffs ist dann aufwändig.
- Behandlungskomfort: Wir möchten garantieren, dass unsere Patienten die Behandlung vollständig angst- und schmerzfrei erleben. Dies ist unter Vollnarkose deutlich verlässlicher möglich.
Aus diesen Gründen setzen wir in unserer Praxis bei größeren oder sensiblen Eingriffen auf die Vollnarkose. Sie ermöglicht eine maximale Kontrolle über Bewusstsein, Schmerzfreiheit und Sicherheit.
Vollnarkose vs. Dämmerschlaf – der Vergleich
Merkmal
Vollnarkose
Dämmerschlaf
Bewusstsein
vollständig ausgeschaltet – Patient bekommt vom Eingriff absolut nichts mit
deutlich gedämpft, aber vorhanden
Schmerzempfinden
komplett ausgeschaltet – auch bei längeren oder komplizierten Eingriffen kein Schmerzreiz
stark reduziert bis nicht vorhanden
Atmung
künstlich gesichert über Beatmungsschlauch – hohe Kontrolle der Sauerstoffversorgung
erfolgt selbstständig
Einsatzbereich
ideal für große, komplexe oder lange Eingriffe; auch für Angstpatienten mit starker Belastung
geeignet für kleinere Eingriffe oder Diagnostik
Erholungszeit
etwas länger, dafür sichere Durchführung auch bei umfangreichen Behandlungen
meist kurz
Vorteil
maximale Sicherheit, vollständige Schmerz- und Angstfreiheit, völlige Bewegungsruhe, ermöglicht präzises Arbeiten auch bei schwierigen Fällen
schonend, schnellere Erholung

Hilfe für Angstpatienten: Wie wir Sie unterstützen können
Wir wissen, dass ein Termin beim Zahnarzt manche unserer Patienten große Überwindung kostet. Darum werden Angstpatienten in unserer Praxis besonders schonend und fürsorglich behandelt. In unseren Zahnärzten und Anästhesisten finden Sie vertrauensvolle Ansprechpartner, die Ihre Angst vor der Behandlung reduzieren können. Wir wollen Ihnen ein angenehmes und entspanntes Erlebnis bieten. Von der ersten Beratung bis hin zur erfolgreichen Behandlung setzen wir Ihre individuellen Bedürfnisse in den Fokus.
Risiken bei Intubationsnarkose
Wie bei jeder Narkose gibt es auch bei der Intubationsnarkose Risiken. Dazu können Atemprobleme, Herz-Kreislauf-Probleme oder allergische Reaktionen gehören. Um diese Risiken zu minimieren, setzt unsere Praxis auf eine sorgfältige Planung und Durchführung der Narkose. Vor jeder Behandlung werden unsere Patienten umfassend über die Narkose und mögliche Risiken aufgeklärt. Zudem gehört während der Narkose eine kontinuierliche Überwachung von Herz-Kreislauf-Funktionen und Atmung selbstverständlich mit dazu, um frühzeitig auf Komplikationen reagieren zu können. So gewährleisten unsere Zahnärzte und Anästhesisten eine sichere und erfolgreiche Narkosebehandlung.

Intubationsnarkose für Kinder
Ihr Kind muss zum Zahnarzt? Doch durch die Aufregung wäre keine ruhige Behandlung möglich? Dann ist die Intubationsnarkose genau das Richtige. Denn auch bei Kindern ermöglicht diese Variante eine schonende und sichere Zahnbehandlung, ohne dass Sie sich Sorgen vor zusätzlichem Stress oder ruckartigen Bewegungen machen müssen.
In unserer Praxis geben wir alles dafür, damit Ihr Kind gerne zum Zahnarzt kommt.









