Mukogingivalchirurgie

Die Mukogingivalchirurgie betrifft die Chirurgie der dem Knochen fest aufliegenden Gingiva (oberste 3-4 mm des Zahnfleisches) und der die Mundhöhle auskleidenden Schleimhaut mit ihren Bändern (Mukosa).

Zu diesem Gebiet gehört vor allem die Behandlung von ästhetisch störenden freiliegenden Zahnhälsen (Gingivarezessionen). Diese sind zudem oft sehr temperaturempfindlich. Hier haben wir die Möglichkeit durch das koronale Verschieben von Zahnfleisch die Rezession zu decken. Dies geschieht oftmals in Kombination mit einem freien Bindegewebstransplantat aus dem Gaumen. Dies ermöglicht die Schaffung gesunder Zahnfleischverhältnisse und damit eine der Form und Funktion nach nahezu vollständige Wiederherstellung bzw. Abdeckung ehemals freiliegender Wurzelbereiche.

Neben der Parodontose sind hoch ansetzende Lippenbändchen oftmals verantwortlich für einen Zahnfleischrückgang einzelner Zähne. In diesem Fall durchtrennen wir das Bändchen und nähen es an tiefere Stelle wieder an, so dass der Zug auf das Zahnfleisch wegfällt. In diesem Zusammenhang kann es auch sinnvoll sein die befestigte Gingiva chirurgisch zu verbreitern, um den Zug der beweglichen Mukosa, der oftmals den Zahnfleischrückgang begünstigt, zu verringern.